Vielen Kaffeetrinkern/Kaffeetrinkerinnen fällt gar nicht auf, dass es Kaffeebohnen in verschiedenen Größen gibt. Trotzdem stellt sich die Frage, welche Bedeutung die Größe der pflanzlichen Bestandteile hat. Weshalb es verschiedene Bohnengrößen gibt und wie sie sich auf die Qualität eines Kaffees auswirken, erfahren Interessierte nachfolgend.

Guter Kaffee Wie wichtig ist die Bohnengröße für den Geschmack
Gibt es wirklich einen Geschmacksunterschied bei verschiedenen Bohnengrößen?

Weshalb haben Kaffeebohnen verschiedene Größen?

Viele Faktoren wirken sich auf die Größe einer Bohne aus. Meist hängt sie von der Variante an Kaffeepflanze ab. Ebenso spielen die Anbaubedingungen und die Versorgung mit Nährstoffen eine bedeutende Rolle.

Besonders kleine Bohnen sind beispielsweise Mocca-Bohnen aus Jemen. Auf der anderen Seite sind Liberica- mit Arabica-Kaffeebohnen die größte Variante an Kaffeebohnen. Sie finden Kaffeeliebhaber/-innen unter der Bezeichnung Maragogype.

Natürlich kommt es nicht nur auf den Typ an Bohne an, der gezüchtet wird. Auch klimatische Verhältnisse, wie das Wetter, haben einen Effekt auf die Größe der Samen. Das bedeutet, dass es sogar zu Größenunterschieden bei Bohnen kommen kann, wenn sie an einem Ort zu unterschiedlichen Zeitpunkten geerntet werden.

In Packungen mit Kaffeebohnen finden sich jedoch Samen derselben Größe. Das liegt daran, dass sie vor dem Verpacken manuell oder maschinell sortiert sind. Deshalb erhalten wir beim Kauf eines Produkts Bohnen desselben Durchmessers.

Was sagt die Bohnengröße über die Qualität eines Kaffees aus?

Häufig wird behauptet, dass die Größe einer Bohne etwas über ihre Qualität aussagt. Meist stimmt das auch. Natürlich gibt es viele Einflussfaktoren, die etwas über die Bohnenqualität aussagen. Wer jedoch Bohnen miteinander vergleicht, die am selben Ort geerntet wurden und eine unterschiedliche Größe haben, wird Unterschiede feststellen.

Doch wie wird die Bohnengröße überhaupt definiert? Dabei betrachten Experten/Expertinnen meist zwei Aspekte. Das liegt daran, dass die Samen entweder nach ihrer Breite oder Länge zu bemessen sind. Zudem finden sich Menschen, die ihre Dichte beurteilen. Sie wird meist durch folgende Faktoren beeinflusst:

  • Feuchtigkeit
  • Anbauhöhe
  • Temperatur
  • Wetter im Allgemeinen

Außer der Größe der Samen hat ihre Farbe eine Bedeutung für Kenner/-innen. Denn sie verrät ebenso mehr über die Qualität einer Bohne und somit die eines Kaffees.

Als Faustregel gilt, dass eine dicke Bohne für eine höhere Qualität des aromatischen Getränks steht. Trotzdem hat sie den Nachteil beim Röstvorgang ein wenig länger zu benötigen. Das liegt daran, dass sie langsamer den gewünschten Röstgrad erzielt. Das bedeutet wiederum, dass es wichtig ist die Samen vor ihrer Verarbeitung zu sortieren, denn nur so können sie später ihr volles Aroma entfalten.

Wie werden Kaffeebohnen überhaupt sortiert?

Die Sortierung von Kaffeebohnen erfolgt nicht nur nach ihrer Qualität, sondern auch Größe. Hierzu kommen bereits vor einem Export Siebe zum Einsatz. Sie bestehen aus überdimensionierten Metallplatten, welche Löcher haben, die einen gewissen Durchmesser besitzen. Passt eine Bohne durch ein Loch, hat sie einen bestimmten Durchmesser. Begonnen wird demnach mit Sieben, die kleine Samen aussortieren. Der Durchmesser der Sieblöcher wird dann kontinuierlich gesteigert, sodass im Laufe des Verfahrens immer größere Bohnen gefunden und aussortiert werden.

Trotz des Verfahrens ist die Größe von Bohnen nicht identisch, da es immer einen gewissen Spielraum gibt. Ebenso hat das Sortierverfahren einen Einfluss auf die Resultate. Es gibt nämlich Siebe, die rotieren, sich vorwärts und rückwärts bewegen sowie jene, die zylindrisch arbeiten.

Welche Klassifikationen gelten für die Bohnengröße?

In Abhängigkeit vom Land, aus dem die Bohnen stammen, tragen sie unterschiedliche Bezeichnungen. Ebenso gibt es regionale Unterschiede. Das ist sinnvoll, da bereits im Anbauland eine Sortierung der Samen erfolgt. Auf der anderen Seite sollten Kaffeeliebhaber/-innen berücksichtigen, dass dies bedeutet, dass eine einheitliche Klassifizierung nahezu unmöglich ist.

Während beispielsweise sehr kleine Bohnen in Südamerika als „Caracolillo“ gelten, tragen sie in anderen Ländern, wie Afrika keine Bezeichnung. Bei uns werden sehr große Bohnen als „very large“ bezeichnet. In Afrika hingegen gelten sie als „Elefantenbohnen“. Im Vergleich dazu gibt es in Südamerika gar keine offizielle Benennung von größten Samen. Nur in Kolumbien gibt es die Bezeichnung „Supremo“, welche für große Bohnen gültig ist. In Deutschland zum Beispiel gelten die kolumbianischen Riesenbohnen jedoch nur als „large“.

Das zeigt, dass es auf dem Bohnenmarkt keine einheitliche Klassifikation gibt. Dies führt häufig zu Verwirrung. Daher ist es für Kaffeetrinker/-innen wichtig auf das Herkunftsland der ausgewählten Bohnensorte zu achten und es bei der Begutachtung der wirklichen Samengröße zu beachten.

Fazit

Die Größe einer Bohne sagt etwas über ihre Qualität aus. Sie hängt von vielen Faktoren ab, wie dem Klima, Wetter und den Anbaubedingungen. Deshalb variiert sie häufig. Generell gilt, dass eine dicke Bohne ein größeres Geschmackspotenzial hat und daher bei den meisten Menschen beliebter ist als eine kleine und feine Bohne. Bei der Beurteilung der Bohnengröße sollten Verbraucher immer das Herkunftsland der pflanzlichen Bestandteile beachten. Je nach Ursprung gibt es nämlich andere Größeneinteilungen und Namen für Produkte.

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